Abstellanlagen

© Benjamin Hein

Ob am Wohn- oder Zielort, Autofahrende erwarten ganz selbstverständlich Parkplätze vorzufinden. Für diesen ruhenden Verkehr werden viele Flächen in Städten und Gemeinden reserviert. Radfahrende hingegen suchen oft vergeblich ausreichende und geeignete Radabstellmöglichkeiten. Bei steigendem Radverkehr führt das häufig zu ungeordnetem Abstellen und Anschließen von Rädern an Verkehrsschildern, Zäunen oder Straßenlaternen. Andere Verkehrsteilnehmende können dadurch behindert und das Stadtbild verunstaltet werden.

© Fanny Bräutigam

Hier muss Abhilfe geschaffen werden: durch die Einrichtung sicherer Abstellmöglichkeiten und den Austausch ungeeigneter Abstellanlagen wie z.B. den sogenannten »Felgenkillern«. Ob es der Pendler ist, der morgens sein Fahrrad am Bahnhof abstellt und dieses nach dem Feierabend wieder benötigt, oder aber die Studentin, die in der Stadt ein paar Erledigungen macht, oder die Familie mit zwei kleinen Kindern, die im Lastenrad transportiert werden – jeder möchte sein Fahrrad unbeschadet auffinden, um die geplante Fahrt durchzuführen.

Neue Anforderungen an Radabstellplätze ergeben sich dabei aufgrund neuartiger Fahrräder wie Elektro- und Lastenräder, Dreiräder sowie Fahrradanhänger. Diese sind zum Teil preislich höherwertig, zum anderen haben sie einen anderen Platzbedarf, als konventionelle Fahrräder. Beispielsweise haben einige Städte, die an touristischen Fahrradrouten liegen, Abstellanlagen mit einer Lademöglichkeiten für den Akku des Pedelecs geschaffen oder auch Radstationen an Pendlerbahnhöfen bieten diesen Service an. Grundsätzlich sollten Fahrradabstellanlagen aber mindestens die folgenden Kriterien erfüllen:

Standort:          direkt am Ausgangs- / Zielort
ebenerdig bzw. über befahrbare Rampe erreichbar
Größe: ausreichende Anzahl an Abstellmöglichkeiten
genügend Platz zum bequemen Ein- und Ausstellen des Rades
Komfort: stabile und flexibel nutzbare Fahrradständer
gute Beleuchtung
Witterungsschutz
Sicherheit: diebstahl- und vandalismussicher