Fahrradhäuschen Hamburg

  • © VCD Nord / Gabriele Schwark
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Gerade in den durch Altbau geprägten Wohngebieten ist der Platz zum Abstellen von Fahrrädern oft gering. Hausflure und Treppenhäuser sind durch die Enge ungeeignet, Fluchtwege werden versperrt.

Ort:
Hamburg
Einwohner:1,7 Millionen
Radverkehrsanteil:12 %
Kennung:nicht-öffentlich

In der Hansestadt besteht die Möglichkeit, mittels eines privaten Antrages beim jeweiligen Bezirksamt, abschließbare Fahrradhäuschen in der Nachbarschaft des Wohnhauses aufstellen zu lassen. Die bis zu zwölf Fahrräder fassenden Häuschen sind mit einem Drehkarussell ausgestattet, an dem das Fahrrad mit dem Vorderrad aufgehängt wird. Bevorzugt sollen die Häuschen, die sechs Quadratmeter groß sind, auf privatem Grund aufgestellt werden. Die Kosten werden je zur Hälfte von den Nutzern und den jeweils zuständigen Bezirksämtern übernommen, jedoch nur, wenn keine andere Möglichkeit besteht, Abstellplätze zu schaffen. Instandhaltungskosten müssen von den Nutzern selbst getragen werden.

Derzeit gibt es in Hamburg 392 Fahrradhäuschen. Die Auslastung ist hoch, so dass zum Teil lange Wartelisten für freie Plätze vorliegen.

Umsetzungsdauer:          seit 1993 
Jahr der Fertigstellung: fortlaufend, auf Antrag
Kosten:ca. 5.000 € (250 € pro Stellplatz bei 50%iger Förderung durch den Bezirk)
Initiator: Martin Schmidt (damaliger verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft)
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»Fahrradhäuschen Hamburg« (pdf, 340 KB)

Weiterführende Informationen

Der VCD Landesverband Nord hält einen Leitfaden zur Errichtung eines Fahrradabstellhäuschens bereit.

Seit 2014 September 2014 gibt es auch in Düsseldorf solche Fahrradhäuschen. Und auch in Mainz existieren seit 2015 vergleichbare Fahrradhäusschen.