Radfahrstreifen statt Kfz-Fahrstreifen

  • © Stadtplanungsamt Karlsruhe
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Mehrspurige Ein– und Ausfallstraßen sind aufgrund der früheren Planungen zur autogerechten Stadt in vielen Städten vorhanden. Dem Fuß– und Radverkehr wurde in diesen Planungen kaum Raum eingeräumt.

 

Ort:
Karlsruhe (Baden-Württemberg)
Einwohner:296.000
Radverkehrsanteil:25 %
Kennung:Hauptverkehrsstraße

In Karlsruhe wurde eine vierspurige Straße, zwei Fahrbahnen pro Richtung, so umgebaut, dass in südliche Fahrtrichtung nur noch eine Spur für den motorisierten Verkehr zur Verfügung steht. Die frei werdende Fläche wurde mit einem Radfahrstreifen markiert und dadurch dem Radverkehr gutgeschrieben. Vorab kamen Gutachten zu dem Ergebnis, dass der motorisierte Verkehr auch ohne eine Verdrängung in die Nebenstraßen weiterhin frei fließen könne. Nach der Einrichtung des Radfahrstreifens benötigen die Autos minimal länger, um die Strecke zu passieren.

Die Entscheidung für die Gestaltung mit dem Radfahrstreifen fiel aus mehrerlei Gründen. Zum einen kam es immer wieder zu Unfällen zwischen Auto– und Radfahrenden. Zum anderen war der Straßenzug insgesamt sehr unattraktiv für den nicht-motorisieren Verkehr und stellte zusätzlich eine Barriere im Stadtteil dar.

Umsetzungsdauer:         
Jahr der Fertigstellung:
Kosten:
Umsetzung: