Umweltspuren Münster

  • © Stadt Münster
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Wie andere Städte auch, hatte Münster Anfang der 1990er Jahre Busspuren auf den Hauptverkehrsstraßen eingerichtet. Damit ging jedoch die Frage einher, wo Radfahrende ihren Platz im Straßenraum finden. Es wurde entschieden, aus der Bus– eine Umweltspur zu machen. Zuvor war ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, ob eine gemeinsame Führung auf einer solchen Umweltspur sinnvoll ist. Unter den Voraussetzungen, dass die Fahrbahn ausreichend breit ist, die Busse mit angepasster Geschwindigkeit fahren und an Kreuzungen sowie Bushaltestellen beide Verkehrsmittel besonders gesichert werden, war das Ergebnis positiv.

Ort:
Münster (Nordrhein-Westfalen)
Einwohner:297.000
Radverkehrsanteil:38 %
Kennung:Hauptverkehrsstraße

In Münster existieren zwei Varianten: Das Modell »Busspur, Radfahrer frei« ist nur für breite Fahrbahnen mit geringer Fahrgeschwindigkeit geeignet und wurde daher nur einmalig umgesetzt. Gängiger ist die Variante »Radfahrstreifen, Linienverkehr frei«. 

Bei beiden Varianten bestimmt gegenseitige Rücksichtnahme das Verkehrsgeschehen.

Umsetzungsdauer:-
Jahr der Fertigstellung:seit 1990
Kosten:gering (Markierungsarbeiten und Verkehrrschilder)
Umsetzung:Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung        
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»Umweltspuren in Münster« (pdf, 360 KB)